Rom - STaffel II

Steile Freitreppen führten uns hoch und höher zu unserem Start mit Panoramablick.
Irgendwann befanden wir uns auf der Höhe der Herrlichkeit, dem Kapitol: Polizisten standen Spalier! Hoheitsvoll nickte ich nach links und rechts, als mich Göga (beschämt ob meines Größenwahnsinns) darauf aufmerksam machte, dass die Carabinieri nicht für MICH aufmarschiert seien, sondern wegen des Stadtoberhauptes, welcher sich im Regierungsgebäude befand, vor jenem wir standen. Castor und Pollux begrüßten mich feierlich – und ich frischte unsere Bekanntschaft auf.
Meine Güte, leben diese Menschen feudal! Gold und Marmor soweit das Auge reicht – und mitten im Hof, der Piazza steht ein bronzenes Pferd… Leider starr und unbeweglich – also nicht einsetzbar für den Rücktransport meiner müden Knochen. Dieses Pferd musste ich mir aber etwas genauer ansehen Übrigens, auf dem Pferd sitzt Kaiser Marc Aurel – das heißt, eine Kopie des Imperators.






Bemerkenswert fand ich die kapitolinische Wölfin,
die laut Sage die Zwillinge Remus und Romulus säugte… auch hier lediglich eine Kopie… ziemlich zierlich – ich frage mich, wie jemals unter einen Wolf zwei Kinder passen konnten. Am Freitag werden wir die Hütte der Zwillinge aufsuchen – ganz weit oben im Forum Romanum wuchsen die beiden (unter der Obhut der Wölfin) auf.
Vom Kapitol bis zum Lateran – überall begegneten uns die „Anfänge“ Roms, die Kaiserforen, Triumphbögen (Konstantinbogen neben dem Kolosseum). Die Römer haben immer schon ihre neuen Gebäude aufgebaut, indem sie ihre bestehenden, alten als "Steinbruch" benutzten. Viele antike Stätten wurden ihrer Marmorverkleidungen beraubt - Recyceln nennt man das wohl.
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Wir machten uns auf den Weg zum Fontana di Trevi, der beliebtesten Wasserorgel des dreitausendjährigen Imperiums. Meine erste Blase war am Entstehen!
Jetzt muss ich erst mal die Eindrücke der vielen Kunstschätze, antiken Foren und Katakomben verarbeiten… dann melde ich mich wieder zu Wort. Wisse: Selbst ein Genie wie Goethe war so von „Kirche und Palast, Runen und Säulen“ überwältigt, dass es dem Dichterfürsten in Rom (vorübergehend) die Sprache verschlug.



Was mich äußerst faszinierte, war die permanente Gegenwart von wertvollen (da antik und einmalig) Bauwerken, Säulenresten, Marmortreppen, Mosaikgestaltungen, etc. welchen man auf Schritt und Tritt begegnete.


Ja, im alten Rom – im Stadtkern fanden sich Sehenswürdigkeiten aneinandergereiht wie Perlen auf der Schnur. .. von den kapitolinischen Kaiserbüsten bis zum Kolosseum, von Michelangelos Moses bis zu Berninis Tritonenbrunnen.
Wohin man auch sah, es bot sich dem Auge ein Übermaß an Sehenswürdigkeiten, die ihresgleichen suchten. Kühn wage ich zu behaupten, dass sich in keiner anderen Ecke der Welt soooo viel Schönheit und Vielfältigkeit aus vergangenen Tagen befindet wie in Rom.

Die Liebe will nichts von dem anderen, sie will alles FÜR den anderen. Dietrich Bonhoeffer

Kommentare 2

  • ...oh liebe Sheera,
    Italien als "temporärer Hauptwohnsitz " ist ja etwas Wundervolles!
    Aber ich vermute fast, du warst beruflich eingespannt?
    Rom nicht sehen in drei Jahren Italien :giggle: --- und wie stand es mit Florenz - Napoli - Venedig? Ebenfalls nicht auf den Kopf gestellt?

  • Anita, ich habe drei Jahre in Italien gelebt, aber Rom nie erreicht.


    Die Wölfin mit Remus und Romulus findet man auch in Turin.
    Sie scheint viel herumgekommen zu sein. :giggle: